Gute Führung 

verlangt keinen sinnlosen Gehorsam 

Wer führt

muss vertrauenswürdig sein

Führung
braucht Vertrauen

Führung 

braucht keine

Konditionierung 

Geführt werden 

heißt sich anvertrauen können

Gute Führung

ermöglicht Folgen im Sinne von Nachfolgen in die richtige Entscheidung

Führung

ist eine Präsenz,

die Orientierung

gibt

Führung hat folgende Funktionen:

  • Orientierung geben, z.B. an unbekannten Orten, in neuen Kontexten oder für Menschen/Hunde, die selbst keine Kompetenzen dazu haben

  • Raum öffnen, damit Potentiale sich entwickeln können und zum Wohle aller eingesetzt werden

  • Vermittlung in Situationen anbieten, in denen unterschiedliche Charaktere und/oder Auffassungen von Beteiligten aufeinander treffen

Damit erfüllt Führung alles, was Hunde in einem Rudel brauchen, um das Zusammenleben und das Überleben als Individuum und als Rudel zu sichern. 

Führung ist damit auch genau die richtige Möglichkeit für uns Menschen, mit unserem Hund eine gelungene Beziehung zu leben.

Hole ich mir als Mensch einen Hund in meine Welt, so habe ich die Aufgabe, ihm zu ermöglichen, sich als Hund in der menschlichen Welt zu bewegen. Ich sorge einerseits dafür, 

  • dass er sich so verhält, dass er Mitmenschen nicht gefährdet,

  • dass er sich in der für ihn ungewohnten Umgebung Orientierung findet

  • dass er sich nicht selbst gefährdet 

Ich sorge andererseits dafür,

  • dass er seine Bedürfnisse als Hund z.B. nach Auslauf und Kommunikation mit Artgenossen leben kann

  • dass er seine in ihm angelegten Kompetenzen zeigen kann oder Informationen bekommt, wann und wo das nicht möglich ist.

Dazu brauche ich als Hundehalter ausreichend Wissen über Hunde, deren Kommunikation und Verhalten. Es gibt viele Quellen, aus denen ich dieses Wissen beziehen kann.

Führung getragen von sachlicher Kompetenz und meiner Persönlichkeit ersetzt jede Konditionierung und jeden erzwungenen Gehorsam. 

Vertrauen

Führung und Vertrauen bedingen einander wechselseitig. 

Wer gut geführt wird, der entwickelt Vertrauen zu dem, der ihn führt. Wer nicht gut geführt wird, hat weniger Vertrauen. Er beginnt dann z.B. Entscheidungen zu treffen, deren Folgen er nicht abschätzen kann oder kopflos zu handeln und einfach irgendetwas zu tun, ganz egal, ob es hilfreich ist oder nicht. Oder er macht, was er selbst gerne tut, unabhängig davon, ob es der Gruppe dienlich ist.

Konsequent weiter gedacht heißt das: jede Situation, in der Führung angemessen ist, aber von der Führungspersönlichkeit nicht angeboten wird, führt zu einem Vertrauensverlust, nachdem sich der geführte weniger anvertraut.

Führung führt zu Vertrauen und Vertrauen ist die Basis für jede Beziehung.

 

Führung braucht Selbstpräsenz. Für eine gelungene Mensch-Hund-Beziehung braucht es meine Präsenz